
Da Fridolins erster Winter geprägt war von einem schlechten Immunsystem und daraus resultierenden Krankheiten, habe ich im Spätherbst beschlossen das ganze anders anzugehen. Man kann den Hund zwar mit Propolis und Vitaminen unterstützen (frisches Obst und Gemüse anstatt Vitaminpillen)… aber warum nicht ohne Mantel in die Kälte? Bei mir funktioniert es hervorragend, warum also nicht beim Hund? Man muss nur ein paar einfache Regeln einhalten: Der Hund muss in Bewegung sein, damit er warm bleiben kann. Sobald er auf Standby an der Leine ist oder warten muss, wird er wieder eingepackt. Es darf kein nasses Wetter draußen vorherrschen. Es sollte nicht zu windig sein. (HIer haben Hunde dem Menschen gegenüber trotzdem einen gewaltigen Vorteil: Da sie nicht schwitzen ist auch der Wind nicht so schlimm für sie). Ihr Hund zeigt ohnehin an, wenn ihm kalt ist. Solange er also nicht zittert kann man ihn bedenkenlos ohne Mantel laufen lassen.
Sollte der Whippet durch einen Virus, Durchfall oder Ähnlichem geschwächt sein, sollte er kein Abhärtungsprogramm bekommen! Das klappt nur bei gesunden Hunden.
Leider hauen sogar -15°C den stärksten Whippet um. Das Foto oben entstand vor einer Woche, bevor der sibirische Winter kam. Mittlerweile ist es so kalt, dass das atmen weh tut. Die Spaziergänge reduzieren wir auf ein Minimum, weils uns beiden keinen Spaß macht. Als ich Mittwoch Morgen auf dem Weg ins Büro bei -15°C mit Frido am Bahnsteig stand, war Frido (obwohl dick eingepackt) so kalt, dass er leicht zu winseln begann. Ich hab ihn hochgehoben und ihn warm gerieben, seine Pfoten werden mit Hirschtalg versorgt.
Frühling, wo bist Du?